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Frisch und vital: Billmen-Trio im Museum in Wesel

Konzert: 18.01.2012
Rheinische Post Kritik: 21.01.2012

von Udo Spelleken

Museumsleiter Dr. Veit Veltzke freute sich, zum zweiten Jazz- Konzert mit dem Billmen-Trio zahlreiche Gäste im Preußen-Museum begrüßen zu können. Als Vorsitzender des Vereins r(h)ein-kultur-welt (rkw) hatte er zusammen mit seiner Stellvertreterin Ulrike Haibach-Daniel diese anregende Session möglich gemacht und kündigte „Jazztime vom Feinsten“ in einer gefühlvollen musikalischen Reise auf der„Smooth Road“ an.

Manfred Billmann am betagten Bechstein-Flügel sorgte für ausgeglichene Vocals, Stefan Werni zupfte beseelt euphorisch seinen Bass und Peter Baumgärtner bearbeitete sein Schlagzeug mal dominant mal mit pianissimo possibile. Immer wieder gelang den drei Vollblutmusikern die Transformation der swingenden nostalgischen Klassiker von Cole Porter, Burt Bacharach oder Jimmy van Heusen in die nüchterne Gegenwart ohne Substanzverlust und vor allem mit ureigenen Akzenten. Von Beginn an erlebte das Publikum mit „East of the sun – West oft he moon“ die hohe Kunst eines klassischen, transparenten und hoch präsenten Trio-Jazz, die hier mit souveränem Können und Wissen gepaart war.

Beeindruckende Momente gestalteten die Drei bei „So many stars“, einem Bossa-Nova von Sergio Mendez, und „When I grow too old to dream“, einer Ballade von Sigmund Romberg. Selten wurden bekannte Jazzstandards von deutschen Musikern mit solcher Frische und Vitalität ausgelegt. Das zeigte sich insbesondere bei den Soli, die das musikalische Verständnis insgesamt in den nahtlosen Übergängen einfach perfekt wirken ließ und die Gäste der Interpreten deutlich vermittelte. Billmann, der der Formation mit einem Wortspiel ihren Namen gab, improvisierte am Piano mit frappanter Leichtfingrigkeit und erzeugte damit wunderbar feinfühligen Blues bei Don Redmans „Geebaby, ain‘t I good to you“, das durch Nat King Cole bekannt wurde.

Die glückliche Symbiose der drei Künstler aus geistreicher Interpretation und sympathisch bescheidenem Auftreten offenbarte virtuoses Leichtgewicht, bei der souveränes Können im Mittelpunkt des Spiels stand. Und ihre Musik formte sich ständig neu, oft unerwartet. Beim vorwärtstreibenden „Love for sale“ von Cole Porter imponierten die Soli von Bassist Werni mit unaufdringlichen Tonfällen und Baumgärtner nuancierte sein Schlagzeug in allen Schattierungen – mit ausgeprägter Mimik. Zwischenapplaus für ihre professionellen Leistungen gab es genug. Das Trio wusste die fachkundigen Zuhörer gediegen und weltmännisch mit traditionellen Stücken zu begeistern. Bestechend und elegant gab es als Zugabe die „One note samba“.

 

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